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 2. HauptRPG - Confused and without a plan

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BeitragThema: 2. HauptRPG - Confused and without a plan   Mi März 21, 2012 10:00 am

Soo, das RPG wird nun endlich, nach einiger Zeit Planung und nach einem Neuanlauf, eröffnet (:
Vorerst nocheinmal, als kleine Zusammenfassung die Charaktere:

Loner´s Charaktere:

Ed:
 

Fe:
 

Ja:
 


Marrow´s Charaktere:
Confidence:
 

Black:
 

Rioka´s Charaktere
Lu:
 

Yoki:
 

Dai:
 


Raffa Caden Gray Croél´s Charaktere

Ru :
 

Jo:
 

X:
 

Die Regeln
Es gelten die normalen, allgemeinen RPG-Regeln dieses Forums, die ihr hier nachlesen könnt.

Und hier geht es zur kompletten Planung des RPGs.



Doch nun zum Play:

Es ist der erste Tag, die Charaktere wachen so langsam aus der Ohnmacht auf und treffen sich irgendwann auf dem Marktplatz. Weiteres bleibt den Spielern überlassen.

Also, viel Spaß beim schreiben!



Ru
Das erste, was er spürte, war ein starker, stechender Schmerz in seinem rechtem Bein. Dieser war es auch, der ihn aufschrecken lies und ihn schließlich dazu brachte, seine Augen zu öffnen. Es fühlte sich an, als hätte er geschlafen, doch er konnte sich nicht daran erinnern, eingeschlafen zu sein. Was war passiert?
Ru strich sich kurz seine braunen Haare aus dem Gesicht, da diese ihm vor die Augen hingen. Das letzte, woran er sich erinnern konnte, war, dass er auf seinem Bett gesessen hatte und nachgedacht hatte. Darüber, wie er sich mit seinem Vater gestritten hatte, weil Ru nicht dem Vorbild seines Vaters folgen wollte und Schmied werden, sondern viel lieber wegziehen wollte. Um sein eigenes Leben zu leben, und nicht ein Leben, dass von seiner Familie bestimmt wird.
Und nun saß er noch immer auf seinem Bett, doch es war, als fehlte ihm etwas Zeit. Als hätte er eine Zeit lang geschlafen, jedoch ohne zu träumen oder danach ausgeruht zu sein. Es war eher wie eine Art Ohnmacht gewesen. Und es war so still, ungewöhnlich still. Wie lange saß er schon hier, wie viel hatte er nicht mitbekommen? Das Stechen, das er seinem Bein verspürt hatte, war der Ring seiner toten Mutter gewesen, der an sein Bein gedrückt hatte, wie er jetzt bemerkte. Es fühlte sich unbequem an, so zu sitzen, sein Nacken war steif und tat weh, genau wie sein Rücken und seine Arme. Ru ließ sich zur Seite fallen und seufzte. Dann streckte er sich vorsichtig, und probierte, seinen Nacken etwas zu dehnen, damit der Schmerz verschwand. Dann glitt er ans Bettende und versuchte aufzustehen. Der dunkle, etwas dreckige, alte Holzboden knarrte etwas unter seinen Füßen und durchbrach die unnatürliche Stille. Ru sah sich um. Sein Zimmer war wie immer, spärlich eingerichtet, nur wenig Licht drang durch das halb bedeckte, kleine Fenster. Es war kühl, kühl und doch stickig. Und es roch nach Eisen, nach Metall. Nach der Arbeit seines Vaters. Ru´s Mutter ist schon vor vielen Jahren gestorben, doch sein Vater hatte erneut geheiratet.
Ru schwankte zuerst etwas, als er auf die Füße kam, und seine Sicht verschwamm etwas, sodass er sich an der Kante seines Bettes abstützen musste, doch nach kurzer Zeit legte sich das wieder. Er musste wohl doch längere Zeit gesessen haben.
Ru fuhr sich mit der Hand übers Gesicht, dann griff er nach dem Ring, der noch auf seinem Bett lag und lies ihn, nachdem er einmal zärtlich mit dem Finger über dessen Innerseite gefahren war, in seine Tasche gleiten. Erst jetzt wurde es ihm wieder bewusst, wie still es war. So still war es sonst nie, es waren immer Geräusche zu hören. Lachen, Weinen. Das Geräusch von Arbeitenden, oder auch Stimmen. Doch jetzt? Jetzt hörte er gar nichts. Kein Laut. Das Haus kam ihm wie ausgestorben vor, leer, verlassen.
Als er seine Hand an die Tür legte um diese aufzustoßen, zögerte er einen Moment. Das Holz unter seinen Fingern war rau und warm, weich. So vertraut. Doch irgendwas war anders, etwas störte ihn.
Dann stieß er die Tür auf und trat aus seinem Zimmer. Auch dieser Raum war leer, doch irgendwie wunderte ihn das nicht wirklich.
Er hatte damit gerechnet.
Ru lächelte leicht, ohne den wirklichen Grund dafür zu kennen. Die Stille tat irgendwie gut. Es war beruhigend, mal nicht der strengen Stimme seines Vaters oder der bestimmenden Stimme seiner Stiefmutter hören zu müssen. Keine Befehle. Kein Drang, irgendetwas zu tun.
Und doch wollte er erfahren, was geschehen war. Vielleicht täuschte er sich auch nur, doch er schien ihm so, als ob sich etwas verändert hätte. Als ob etwas passiert wäre. Ru schloss kurz seine Augen und atmete durch. Genoss die Einsamkeit. Doch dann öffnete er seine Augen wieder und ging zum Fenster. Fahles Sonnenlicht strahlte ihm entgegen und blendete ihn kurz, während seine Augen in dem warmen Licht golden aufleuchteten.
Ru lächelte erneut, dann kam ihm ein anderer Gedanke: Wenn seine Eltern verschwunden waren, was war mit den anderen? Es war nicht nur im Haus ungewöhnlich still. Es drangen sonst immer Geräusche nach hier drinnen durch, doch diesmal nicht. Nur vollkommene Stille, auf ihre eigene, verstörende Weise wunderschön. Daher beschloss er, nachzusehen. Er beschloss, das Haus zu verlassen. Zögernd begab er sich zur Tür, mit gewohnt geschmeidigen, doch nun etwas zurückhaltender wirkenden Schritten. In der gleichen Bewegung zog er seine Kapuze über seinen Kopf, sodass ein Schatten über seine bernsteinfarbenden, fast goldenen Augen fiel und diese verdunkelte. Seine halblangen, hellbraunen Haare fielen ihm vors Gesicht, doch so, dass sie nicht das Tattoo an seiner Wange bedeckten, sondern nur sein eines Auge. Dann öffnete er die Tür und trat hinaus.



Tut mir leid, zu den anderen Charakteren bin ich nicht mehr gekommen, werde diese aber noch ergänzen



Gray
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Loner
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BeitragThema: Re: 2. HauptRPG - Confused and without a plan   Fr März 23, 2012 3:32 am

WIRD NOCH ERGÄNZT.
James
Er öffnete die Augen. Licht, helles, gleißendes Licht blendete ihn, die länglichen, schwarzen Pupillen wurden ganz klein, um die Lichtzufuhr zu verringern. Keinen Millimeter bewegte er sich. Nur die Augen lokalisierten die Umgebung, gewöhnen sich an die Sonne. James liegt draußen, soviel ist schon einmal festzustellen. Langsam, geradezu vorsichtig, beginnt er mit den Händen und den bloßen Füßen den Untergrund zu analysieren. Es ist rau, etwas erdig, aber sehr trocken, fast etwas lehmig. Könnte ein Waldboden sein, oder auch einfach nur der Stadtrand, wo der Boden zwar geplastert, aber dennoch meist etwas sandi gund schmutzig ist. Also war er wahrscheinlich nicht sonderlich weit weg von seinem Haus. Doch, was war geschehen? Seltsamerweise konnte er sich nicht erinnern, sein Kopf tat weh, ein schmerzendes Pochen oberhalb der linken Augenbraue ließ ihn jedes Mal, wenn er versuchte, nachzudenken, zusammenzucken und warf ihn wieder an den Anfang seiner Überlegungen zurück.


Eddie
Eddie erhob sich von der alten Matratze, auf der sie geschlafen hatte, und blickte sich verwundert um. Das Sonnenlicht schien durch das Fenster und genau das irritierte sie. Seit sie sich zurückerinnern konnte, war sie immer von ihrer Mutter noch vor dem Sonnenaufgang geweckt und nach draußen gejagt worden, um in aller Frühe, wenn noch niemand sonst auf den Beinen war und entdecken konnte, dass sie unerlaubt das Haus verließ, die Hühner zu füttern und die Schweine und Ziegen auf die Weide zu bringen.
Ansonsten wurde Eddie streng zu Hause in ihrer Schlafkammer, die sie sich mit ihrer kleinen Schwester Cas teilte, eingeschlossen, nur wenn es um körperliche Arbeit ging, waren ihre Eltern viel zu faul um selbst auch nur einen Finger zu rühren. Dafür waren ihnen ihre Töchter dann wieder gut genug, ansonsten taten sie rein gar nichts für sie, außer zwei Mahlzeiten am Tag vorbeizubringen, das alte Brot von vorgestern oder Ähnliches.
"Kinder sind zur Arbeit da!", pflegte Eddies Vater Harald, ein rundlicher, etwas in die Jahre gekommener Bauer mit edler Kleidung, immer zu sagen und ihre Mutter Magdalena, eine dünne, etwas steife, jüngere Frau, die Harald wohl vor allem wegen ihres schönen Körperbaus als Weib ausgewählt hatte. Von Liebe war nämlich in ihrem Umgang miteinander nichts zu spüren.

_________________

Wir ziehen weiter,
immer weiter,
bis der Mond die Sonne verführt,
bis der Himmel die Erde berührt.


Nichts bleibt mehr
wenn ich jetzt aufgeb'.
Nichts bleibt mehr
wenn ich diesen Weg nicht geh'.

Doch wo ein König ist, wird stets ein Henker sein.

Und nichts bleibt mehr
wenn ich weiter vor mir flieh'.
Nichts bleibt mehr
wenn ich diesen Kampf verlier'.

Weiter,
immer weiter,
bis der Mond die Sonne verführt
zu dem Orte,
wo der Himmel die Erde berührt.

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Rioka
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BeitragThema: Re: 2. HauptRPG - Confused and without a plan   Mo Apr 02, 2012 8:15 pm

Luna/Lu

Sie bebte leicht. Was war geschehen? Sie spürte Sonnenstrahlen auf ihrem Gesicht und dieses wärmte sich daran. Wenn sie bewusst hier liegen würde , wobei sie nichtmal wusste WO sie war, hätte sie sich wahrscheinlich bräunen lassen. Es war ein schönes Wetter. Sie versuchte aufzustehen, konnte aber nicht. Also öffnete sie ganz langsam ihre großen Augen. >>Wo...Bin ich?<< kam ihr über die Lippen. Ihre Sicht war vollkommen vernebelt und sie hoffte , das jemand sie entdecken und helfen würde , aufzustehen. Hoffentlich konnte sie das bald selbst. Ihre Sicht wurde klarer , und der weiße Schleier verschwand beinahe vollkommen. Mit ihrem Kopf drehte sie sich langsam hin und her was , im Gegensatz zum Rest vom Körper , gut gelang. Es roch nach Wald .. Kein Wunder , denn sie lag auf einem Feldweg direkt im Wald in der Nähe der Stadt wo sie früher .. oder eher heute lebte. Weswegen war sie denn HIER ? Sie versuchte erneut sich zu bewegen , was jetzt gelang. Langsam richtete sie sich auf und strich ihre Kleidung glatt. Ihr Haarband schob sie sich richtig auf den Kopf und entwirrte ihre Ohrringe von den Haaren. Sie blinzelte kurz schnell, damit der Schleier entgültig weg war. Sie schaute sich um. Niemand war außer ihr hier. Also ging sie zum Marktplatz , vielleicht wäre dort ja jemand.
Beim Marktplatz angekommen , merkte sie das keine Erwachsenen da waren. Seltsam. Es war noch niemand da und die ganzen Läden standen leer. Also setzte sie sich auf den Boden und wartete ab. Vielleicht kam doch noch jemand?

Hiyoki/Yoki

Leiser Wind ließ Yokis Haare tanzen , was sie unwillkürlich aufwachen ließ. Zwar konnte sie ihre Augen noch nicht öffnen , aber ihre Nase war vollkommen aktiv. Sie roch gemähtes Gras. Ihre Ohren waren nun auch vollkommen aktiviert. Sie hörte das Rauschen eines Flusses. War sie etwa auf einer Weide gelandet? Langsam öffnete sie ihre Augen und schaute in einen klaren , hellblauen Himmel. Die Sonne strahlte sie an , als ob es wie jeder andere Tag wäre. Doch dem war nicht so. Sie hörte keine Erwachsenen streiten , keine Kinderlachen. Sie war auf dem Feld ihres Großonkels wo sie vor kurzem das Gras gemäht hatte. Glaubte sie zumindestens. Sie versuchte ihre Hände zu einer Faust zusammen zu ballen. Was sie auch schaffte. Sie riss ein bisschen von dem firschen Gras aus . Sie war vollkommen verwirrt. Wieso war sie hier? Nur weil sie ihren Großonkel besucht hatte. Eine leichte Briese zog über sie hinweg und Yoki fröstelte kurz. Was mache ich hier? Was sie auch nicht hörte, waren die Tiere. Schließlich besaß ihr Großonkel eine Farm. Sie versuchte sich , beim aufstehen. Ein kleiner Schlag traf sie währenddessen und sie sackte wieder zusammen. Mit einem leisen seufzen kam sie unten wieder auf. Sie versuchte es immer wieder , bis sie sich endlich aufrichten konnte. Langsam schritt sie voran und blieb wieder kurz stehen , um sich die Kleidung sauber zu klopfen. Sie warf ihre Zusammengebundenen Haare nach hinten und versuchte zu rennen , was sie ebenfalls schaffte. Sie stolperte ein paar Mal ganz kurz , richtete sich aber wieder auf. Wo sollte sie hin laufen? Am besten zum Marktplatz..

Dai/Daisuke

Es ist etwas..herunter gefallen.. Das war der erste Gedanke von Daisuke. Einem jungen Mann der wirklich keinen Plan hatte weswegen er irgendwo lag und wo er überhaupt lag. Aber ihm war klar: Es konnte kein Zufall sein. Mit einem lauten Echo womit die Vase , die Dai identifiziert hatte allein vom Klang daher das er selbst früher immer welche umgeschmissen hatte , herunterfiel war unerträglich. Wenn er sich bewegen könnte wäre er zusammengezuckt. Aber genau das war das Problem. Er konnte sich nicht bewegen. Er pochte nur , das war alles. Nur seine Ohren konnte er gerade aktivieren. Das Echo der von der Vase kam , musste bedeuten das diese in einer Halle war, oder in einer Kirche. Oder im Kloster..oder...Naja , auf jedenfall spürte Dai etwas kaltes an seinem Rücken. Hatte er etwa seinen Mantel nicht an? Langsam und behutsam öffnete er seine Augen. Mit bernsteinbraunen Augen schaute er sich um. Ja , eindeutig: Er war in einer Kirche..Oder Kloster..Oder sowas ähnlichem. Endlich konnte er auch wieder richtig etwas riechen. Es roch nach alten Büchern und Weihrauch. Er versuchte wieder seine Arme zu bewegen und stützte sich auf , so das er also saß. Mit einem leisen Stöhnen sackte er nach vorne zusammen , es sah wirklich sehr merkwürdig aus. Er saß und sein Kopf bettete er einfach auf seinen Schoß. Sehr seltsam. >>Wo bin ich verdammt..?<< motzte er ärgerlich und versuchte aufzustehen , was ihm kläglich misslang. blieb er eben noch für eine Weile sitzen.Das nervte ihn aber abartig. Also nahm er wieder all seine Kraft und stand auf. Langsam stieg er die Stufen herab , wo die Schritte wieder einen lauten Hall gaben. Nach ein paar Schritten hatte sich Dai an diesen Lärm gewöhnt und ging nach draußen. Es war ein herrlicher Tag. Jedoch war etwas seltsam. Die ganzen Erwachsenen waren nicht da. Sehr seltsam. Vorne sah er schon ein Mädchen sitzen, wohl wartend auf Leute. Ohne etwas zu sagen ging er zu ihr und setzte sich neben sie.
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Marrow
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BeitragThema: Re: 2. HauptRPG - Confused and without a plan   Fr Apr 27, 2012 9:31 am

Circle:

Sie schrak auf und fegte dabei mit einer Hand ihre Schmuckschatulle vom Tisch. Mit einem lauten Scheppern, dass sie zusammenzucken ließ, landete sie auf dem Boden und ihr Inhalt ergoss sich über den Boden: Armbänder und Ketten in schwarz und blutrot, kreisrunde Silberohrringe, mehrere silberne Ringe mit verschiedenen Edelsteinen. Wie festgefroren saß sie da, auf ihrem Stuhl vor dem Tisch, auf dem ein Spiegel stand, und starrte auf den silbernen Ring, der einer Schlange ähnelte und statt einfach nur ein Ring zu sein, sich eher um den Finger wand, als wäre die Schlange lebendig. Ein grüner Smaragd und ein schwarzer Onyx stellten die beiden Augen da, die unverwandt zu ihr hinaufstarrten. Der Ring stammte von ihrer großen Schwester. Ihre Schwester, die sie so geliebt hatte, mit der sie über alles hatte reden können, die ihr Halt gegeben hatte in der Welt, die nur aus Wänden bestand. Wänden des Schweigens, Wänden des Hasses. Ihre Mutter, die ihren Mann hasste. Ihr Vater, der ihre Schwester vergewaltigte. Sie war die einzige Normale gewesen, die einzige, die immer versucht hatte, Circle zu trösten, sie zum Lächeln zu bringen, wenn ihr Vater sie geschlagen hatte. Ihre Schwester, die so unerschütterlich gewesen war. Sie war tot. Selbstmord. Sie hatte es nicht ausgehalten, wie er sie alle behandelt hatte. Dieses - besser man nahm die abscheulichen Wörter, die zu ihm gepasst hätten, nicht in den Mund. Er hatte sie umgebracht, durch seine Gewalt. Ihre Mutter hatte sie umgebracht, durch ihre Ignoranz. Circle hatte sie umgebracht, weil sie es nicht gemerkt hatte. Ihre Eltern waren Mitschuldige. Circle war Hauptschuldige. Sie wäre die Einzige gewesen, die ihre Schwester hätte retten können. Aber sie hatte die Zeichen nicht gesehen, die Veränderungen nicht bemerkt. Was für eine schwache Entschuldigung, etwas nicht bemerkt zu haben, was so offensichtlich gewesen war. Erbärmlich. Circle war einfach nur erbärmlich.
Sie schüttelte den Kopf, um diese Gedanken los zu werden und wandte den Blick von dem Ring ab, hin zu ihrem Spiegelbild. Ein dünnes Mädchen starrte mit ausdruckslosem, schwarzem Auge zurück. Der schmale Sonnenstreif, der in ihr Zimmer fiel, reichte nicht, um ihre Augen dunkelbraun wirken zu lassen. Das andere Auge war von einem dunkelroten Pony verdeckt. Sie hatte ihren Pony immer und immer wieder in dunkelrote Pastellfarbe getaucht, bis er schließlich die Farbe angenommen hatte. Die restlichen Haare, die ihr bis knapp über die Schulter gingen, waren schwarz. Langsam hob sie die Hand und schob den Pony zur Seite. Ihr anderes Auge kam zum Vorschein, und der darum gezogene, schwarze Kreis. Sie hatte ihn mit Kohle auf die Haut gemalt, jeden Tag aufs neue. Mittlerweile hielt er von selbst. Das war das Zeichen, mitdem sie sich gebrandmarkt hatte, als Mörderin. Ein Kreis von Schuld und Leid, immer wieder aufs neue. Sie war Schuld am Tod ihrer Schwester und darunter litt sie. Sie litt so sehr, wollte weinen, doch sie wusste, es würde nichts bringen, also weinte sie nicht. Sie brauchte doch ihre Schwester. Doch sie war selbst schuld an ihrem Leiden. Hätte sie ihre Schwester gerettet, wäre da keine Schuld; wäre da keine Schuld, wäre da kein Leid. Oder zumindest wäre es nur halbes Leid, weil sie es doch immer ihrer Schwester erzählt hatte. Damit jedesmal ein Stück von ihr getötet hatte, ohne es zu merken. Erneut hob sie die Hand und schrieb in das staubige Glas des Spiegels: Mörder
Aber sie hatte es doch nicht bemerkt, es nicht kommen sehen, sich auf ihre Schwester verlassen, darauf vertraut, dass ihr Charakter so unerschütterlich gewesen war. Sie schrieb erbärmlich unter das Wort Mörder auf den Spiegel.

Sie hatte schon einmal gemordet. Warum nicht noch einmal? Warum nicht denselben Weg gehen, wie ihre Schwester? Was hinderte sie daran? Ihr Egoismus, am Leben bleiben zu wollen? Sicher nicht, dieses Leben bestand seit dem Tod ihrer Schwester nur noch aus Gewalt und Alpträumen. Warum also nicht? Sie warf einen Blick auf den Spiegel. Erbärmlich.
Diese Gedanken waren erbärmlich, genauso wie die vorgeschobene Entschuldigung. Konnte sie denn nicht auf ihren eigenen Beinen stehen? Sie hatte es besser als ihre Schwester, bis jetzt hatte ihr Vater sie nur geschlagen, sonst nichts. Ganz im Gegensatz zu dem, was er ihrer Schwester angetan hatte. Erbärmlich, dass sie jetzt den feigen Weg gehen wollte. Erbärmlich.
Außerdem hatte sie noch einen Auftrag zu erfüllen. Sie würde den Freund ihrer Schwester finden müssen. Ihm erklären, was geschehen war. Ihm den Abschiedsbrief zeigen.
Wenn sie das hinter sich hatte, konnte sie gehen. Doch der Freund hatte ein Recht darauf, zu erfahren, was geschehen war.
Und sie musste wenigstens einmal aus diesem Gefängnis, diesem Haus mit seinen verdammten vier Wänden, die sich Hass, Gewalt, Mord und Erbärmlichkeit nannten.
Die Entscheidung war getroffen. Niemand würde sie aufhalten. Sie würde töten, wenn jemand es versuchte. Sie war bereits zum Mörder geworden, was spielte es eine Rolle, ob sie einen, zwei oder zwanzig Menschen tötete?

Sie stand langsam auf, ihre Muskeln waren ganz steif vom langen Sitzen, ihre Arme taten weh, als hätte sie sich für Stunden auf ihnen Abgestützt, dabei waren es nur Minuten gewesen, die sie dagesessen war, um sich zu Schminken, mit Kohle vorsichtig direkt an den Wimpern einen Strich zu ziehen. Die Kohle war mitsamt der Schmuckschatulle vom Tisch gefallen. Sie beugte sich hinunter zu ihrer Schmuckschatulle, hob den Schlangenring auf, der einmal ihrer Schwester gehört hatte, und der von nun an ihr gehörte. So hatte ihre Schwester es gewollt. In ihrem Abschiedsbrief. Dem verdammten Abschiedsbrief, sie hatte sie nicht ein letztes Mal in den Arm nehmen können, nein, ein Abschiedsbrief. Egal.
Dann holte sie das kleine Messer unter ihrer Strohmatrazte hervor, Erinnerungen schossen durch ihren Kopf und sie presste die Lippen fest zusammen. Überall war Blut, rot, rot und rot. In der Mitte ihre Schwester, die Hand um das Messer gekrampft, die langen Wunden an ihren Unterarmen und am Hals, der Abschiedsbrief neben ihr, mit Blutspritzern befleckt. Der Abschiedsbrief, den sie ihren Eltern nie gezeigt hatte, weil sie die erste gewesen war, die sie gefunden hatte. Im Schock hatte sie den Brief gelesen, ihn hastig versteckt und war dann zitternd und schreiend am Leichnam ihrer Schwester zusammengebrochen. Dieser Brief lag nun in ihrer Hand, die Blutflecken waren dunkelbraun, fast nicht mehr als blut identifizierbar. Sie ging in das Zimmer ihrer Mutter, holte deren schwarze Kleidung heraus, schnappte sich ein schwarzes, enganliegendes Top, einen kurzen, schwarzen Spitzenrock und schwarze Ledersandalen. Sie wollte nicht wissen, wie wertvoll das alles war. Vermutlich ein Haufen Geld, aber ihre Mutter hatte es sowieso nur einmal getragen und dann lieber wieder ihren anderen, bequemeren Röcke und Blusen, die höchstwahrscheinlich noch wesentlich teurer gewesen waren. Sie nahm sich auch die kleine, schwarze Umhängetasche, in die der Brief gerade so hinenpasste. Das Messer würde sie später ebenfalls dort unterbringen, es war ein Klappmesser - Luxus hatten ihre Eltern gehabt, oh ja. Nur hatten ihre Schwester und sie nie etwas davon zu spüren bekommen. Außer einem Spiegel, für den sie lange, lange hatten kämpfen müssen, einem Tisch, Stuhl und einer Strohmatratze hatten sie nichts gehabt. Die Schmuckschatulle war ein Geschenk ihrer Oma gewesen.

Das ganze Haus war still und ihre Schritte hallten gespenstisch wieder, als sie langsam die Treppe hinunterstieg. Erst jetzt fiel ihr auf, dass sie weder die Stimme ihrer Mutter, noch die des Vaters hören konnte. Sie schaute in die Küche und zog erstaunt die Augenbrauen hoch. Sie war leer. Seltsam. Wo sind sie nur? Normalerweise müsste Mutter Mittagessen machen und Vater würde in der Küche sitzen und die Zeitung lesen, hin und wieder aufsehen und wenn seine Frau etwas sagte, was er nicht mochte, würde er sie ohrfeigen. Doch keiner der beiden war da, es war einfach nur leer. Umso besser. Dann wurde den beiden ihr Leben geschenkt; Sie hätten Circle nicht gehen lassen, was unweigerlich zu ihrem Tod geführt hätte. Sie nahm den Haustürschlüssel vom Haken, er war aus kühlem Stahl und fühlte sich in ihrer Hand ganz schwer an. Sie hatte ihn noch nie berühren dürfen. Natürlich nicht, es war verboten, nach draußen zu gehen. Doch ihre Schwester hatte es heimlich geschafft, und sie hatte einen Freund gefunden. Was wohl auf mich dort draußen wartet? dachte sie einem Moment lang und lächelte, doch dann gefror ihr Gesicht. Auf sie wartete das Gespräch mit dem Freund ihrer Schwester und danach der Tod. Sie hatte es nicht verdient, länger als nötig zu leben. Sie war eine Mörderin, eine erbärmliche Mörderin. Sie hatte es nicht verdient, das Leben zu genießen, während ihre Schwester unter der Erde ruhte, weil sie sie nicht aufgehalten hatte. Sie drehte sich um, nahm den schwarzen Umhang vom Haken, der eigentlich ihrer Mutter gehörte, warf ihn sich über, zog die Kapuze weit ins Gesicht und steckte den Schlüssel ins Schloss. Unter leichtem, metallischen Kreischen drehte er sich und die Tür war offen. Ohne zu zögern trat sie hinaus und stand zum ersten Mal in ihrem Leben unter freiem Himmel.
Es war herrlich. Die Luft war unglaublich frisch, der Himmel so wunderschön blau, ein leichter Wind wehte. Es war still in der Stadt, doch für Circle war Stille normal, mit Ausnahme von Wutausbrüchen ihres Vaters. Die waren laut. Ansonsten war sie Stille gewohnt und es schien ihr nur logisch, dass es auch in der Stadt still war, wie in ihrem - nun ja, wie dort, wo sie die letzten 16 Jahre zugebracht hatte. Langsam lief sie los, folgte einfach der immer breiter werdenen Straße und gelangte schließlich zu einem großen, runden Platz, der vermutlich der Marktplatz war; ihre Mutter hatte mal etwas davon erzählt, was ihr Vater nur mit einer Ohrfeige quittiert hatte. "Erzähl den Kindern nix davon." hatte er gesagt.
Nur noch eine Frage bleibt offen, dachte sie amüsiert, das warme Wetter machte einfach gute Laune. Wo finde ich den Freund meiner Schwester? Ich frag einfach den nächsten Passanten, denk ich. Der wird schon wissen, wo ich einen gewissen Fabi Metz auftreiben kann.
Sie entschloss sich nach einigem Zögern, ihren Umhang abzunehmen und setzte sich, darauf bedacht, den kurzen, schwarzen Rock so zu ziehen, dass man nichts sehen konnte, auf die Mauer des kleinen Brunnens, der mitten auf dem Platz stand. Wenn hier jemand vorbei kam, würde er ihrem Blick nicht entgehen. Den Umhang hatte sie neben sich über die Mauer gehängt, gerade so, dass er nicht ins Wasser hing. Doch es blieb gespenstisch still.
Ohne ihr zutun begann sie, an der silbernen Ring-Schlange an ihrem Finger herumzuspielen, strich immer wieder bedächtig über die Augen der Schlange. Der Ring hatte ihrer Schwester gehört, die ihn wiederrum von ihrem Freund geschenkt bekommen hatte. Und jetzt gehörte er ihr; per Abschiedsbrief vermacht. Warum zum Teufel hatte sie es nicht bemerkt? Sie hätte sie retten können. Ihre Schwester hätte nur noch einige Monate durchstehen müssen, dann hätte sie raus gekonnt, sie hätte nicht sterben müssen. Aber sie hatte sie sterben lassen, hatte sie in den seelischen Ruin getrieben, in dem sie sich bei ihr ausgeweint hatte, ihre Sorgen der Seele ihrer Schwester aufgebürdet hatte; so viel konnte eine Seele nicht tragen.
Es tut mir so Leid. dachte sie traurig und starrte in den Himmel. Bitte verzeih mir...verzeih mir...hass mich dafür...bitte...
Die gleißende Sonne blendete sie und sie senkte den Blick wieder, dann brach sie in Tränen aus. Erbärmlich. Ich bin so verdammt erbärmlich, zu glauben, sie könnte mir das verzeihen, zu glauben, sie würde einfach zu mir kommen und sagen: Es ist schon gut, alles halb so schlimm. Erbärmlich.

"Einfach erbärmlich." wisperte sie und die Tränen liefen lautlos über ihr Gesicht.





(off: Ich hab Sun's Post rausgenommen & den von Circle überarbeitet^^)



_________________

Auszeit.

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